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Führungssystem

Um die Effektivität und den Einfluss des Führungssystems in Ihrem Unternehmen zu verbessern, ist es entscheidend, dass alle Elemente dieses Systems aufeinander abgestimmt sind. Häufig beobachten wir, dass wertvolle Führungsimpulse verloren gehen, weil die Elemente des Systems sich gegenseitig behindern, statt sich zu ergänzen.

 Sara Kaufmann geb. Shekoomand

Sara Kaufmann geb. Shekoomand

Vorstand & Managing Partnerin

s.kaufmann@change-partner.de

+49 (211) 205425 - 0

Projekte

Wir ordnen Führungsbeiträge drei Dimensionen zu: den Führenden, den Geführten und der Organisation. Alle drei Dimension erbringen Beiträge – und eine Verbesserung des Führungssystems wird alle drei Dimensionen harmonisieren bzw. das Zusammenspiel austarieren müssen.

Was nützt eine Führungskräfte-Entwicklung, wenn Anreizsysteme der Organisation den Zielen zuwiderlaufen. Wie können agile Leitlinien Wirkung entfalten, wenn erforderliche  Informationssysteme oder neue KI-Tools und die dafür notwendigen Kompetenzen bei den Mitarbeitenden und Geführten fehlen? IT- und KI-unterstützte Prozessabfolgen verfehlen ihre steuernde Funktion, wenn sie unvermittelt gegen kraftvolle unternehmenskulturelle Routinen und Selbstverständlichkeiten ankämpfen müssen.

Um das Zusammenspiel der drei Dimensionen zu verbessern, blicken wir auf folgende Elemente:

Führungsstrukturen & Entscheidungsprozesse

Die organisatorische Aufstellung und die Mechanismen, durch die Entscheidungen getroffen werden – auch unter dem Einfluss datenbasierter und KI-gestützter Entscheidungsprozesse.

Interaktionsstrukturen & Führungsketten

Das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Ebenen, Funktionen, Zentrum und Peripherie: was passiert, wenn Führungsimpulse solche Grenzen überschreiten sollen?

Führungskultur und -werte

Die gemeinsamen Überzeugungen und Praktiken, die das Führungsverhalten explizit und implizit prägen und fördern.

Anreiz- und Belohnungssysteme

Strukturen, die Leistung erkennen und fördern, um Motivation und Engagement zu steigern.

Führungskompetenzen

Fähigkeiten von Führungskräften (und Mitarbeitern), die neben „Selbstführung“ und „Führung anderer“ auch das Führen durch Gestaltung von Organisationsstrukturen beherrschen müssen.

Drei Dimensionen der Führungsbeiträge

Infografik Drei Dimensionen der Führungsbeiträge

Die Mehrdimensionalität macht die Gestaltung eines Führungssystems notgedrungen komplex. Aber wir können gemeinsam Schritt für Schritt die erforderlichen Meilensteine definieren und gezielt angehen.

Zum Beispiel mit so einem Vorgehen:

Analyse des Führungssystems

Untersuchung der bestehenden Führungsstrukturen, -prozesse und -kultur und der abgestimmten Führungsleitlinien bzw. Trainings-Curricula.

Einbeziehung von Stakeholdern

Noch in der Beobachtungsphase stehend gewährleisten Beteiligungsformate, dass alle relevanten Perspektiven, auch unternehmenskulturelle Spielregeln, abgebildet werden.

Festlegung von Zielen und Erwartungen

Klare Definition dessen, was das Führungssystem erreichen soll – und zwar im Abgleich mit der Strategie. Dabei wird der Gap zu ermitteln sein: wo klaffen SOLL und IST besonders schmerzhaft auseinander?

Ebenenübergreifende Design-Workshops

Use Cases & Best Practices: Entwicklung des (mehrdimensionalen) Lösungsansatzes gemäß strategieabgeleiteter Prioritäten und größter Hebel.

Begleitung und Evaluation

Unterstützung in der Implementierung und Messung der Wirksamkeit des Führungssystems und seiner Elemente – was je nach Element sehr unterschiedliche Formen annimmt.

Auch wenn der Prozess eines ReDesigns des Führungssystems hier aufgrund der Flughöhe noch sehr abstrakt wirkt, möchten wir die wichtigen Vorteile dieses ganzheitlichen Ansatzes herausstreichen:

Unabhängigkeit von Personen

Hebelwirkung durch Struktur

Harmonisierung und Auflösung von Widersprüchen

Mehr Informationen zu unserem Führungskonzept und den Implikationen in der Praxis finden Sie hier.

Case Study

1) Ausgangslage
Die Organisation hatte viele erfahrene Führungskräfte, aber wenig gemeinsames Verständnis davon, wie sie eigentlich zusammenarbeiten sollen. Führung wurde vor allem individuell verstanden – die Übersetzung in organisationale Prozesse, abgestimmte Schnittstellen und wirksame Zusammenarbeit blieb begrenzt. Abstimmung lief oft über persönliche Beziehungen, statt über klare Prozesse. Strategische Ziele waren da, aber sie kamen im Alltag und an den Schnittstellen kaum durch.

2) Die Herausforderung
Ziel des Projekts war die Stärkung der Führungsebene vor bzw. während eines größeren Transformationsprozesses der gesamten Organisation. Gefordert war eine stärkere Ausrichtung von Führung auf die gemeinsame Strategie.

3) Unser Vorgehen
Der Einstieg bestand aus einer sauberen Klärung: Was wird hier eigentlich konkret gebraucht – und wo hakt es im Alltag wirklich? Darauf aufbauend hat jede Führungskraft an einem eigenen Vorhaben gearbeitet, das direkt mit echten Schnittstellen oder Prozessen zu tun hatte. Das Entscheidende: Diese Themen wurden nicht individuell gelöst, sondern immer wieder gemeinsam gespiegelt, abgestimmt und in die Gesamtorganisation zurückgekoppelt. Ein mehrtägiges Trainingsformat mit der Führungsgruppe wurde durch eine mit Coachings begleitete Umsetzungsphase im Alltag ergänzt.

4) Ergebnisse
Die Führungskräfte wurden darin gestärkt, sowohl Stabilität im operativen Geschäft sicherzustellen als auch Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten. Durch die Verknüpfung von Qualifizierung, praktischer Umsetzung und Reflexion wurde ein Beitrag zur Weiterentwicklung der organisationalen Leistungsfähigkeit sowie zur Erreichung der übergeordneten Programmziele geleistet. Die Zusammenarbeit läuft heute weniger über Zuruf und mehr über geklärte Rollen und Abstimmungspunkte. Themen bleiben nicht mehr in einzelnen Bereichen hängen, sondern werden bereichsübergreifend vorangebracht.